Warum „DENK-AN-STÖßE“?

Die Psychiatrie verändert sich. Nicht nur zu ihrem Vorteil. Längst sind die Entwicklungen nicht mehr so spektakulär wie zu den Zeiten der Psychiatrie-reform, an der die Deutsche Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP) maßgeblich beteiligt war. Aber wir mischen uns weiterhin ein: Wir engagieren uns für die Verbesserung der Behandlungsbedingungen im Interesse der Betroffenen und ihrer Angehörigen. Wir setzen uns ein für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Psychiatrie.
Und: Die DGSP steht für den Trialog, d.h. für die gleichberechtigte  Zusammenarbeit von Profis, Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörigen.

Die DENK-AN-STÖßE

  1. Psychiatrie„reform“ auf Abwegen
  2. Rechte psychisch erkrankter Menschen endlich durchsetzen!
  3. Gute Psychiatrie braucht qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter!
  4. Trialog? – Noch lange nicht erreicht!
  5. Das Persönliche Budget zwischen Selbstbestimmung und Sparfalle
  6. Nicht (für dumm) verkaufen lassen: Gesundheit ist keine Ware!
  7. Früher sterben mit Neuroleptika? – Medikamente auf den Prüfstand!
  8. Keine Psychiatrie ohne Psychotherapie!
  9. „Gute Arbeit“ für alle!
  10. Forensik – aus den Augen, aus dem Sinn?
  11. Psychiatrische Forschung ja – aber für wen und in wessen Interesse?
  12. Qualität? – Na klar, aber richtig!
  13. Keine Gesundheit ohne seelische Gesundheit!


Das will die DGSP – mach mit!

Für dieses Engagement ist die DGSP auf die Hilfe und aktive Mitarbeit ihrer Mitglieder angewiesen. Doch was will die DGSP genau? Wofür tritt sie ein?
Um Kolleginnen und Kollegen, Psychiatrie-Erfahrenen und Angehörigen
wichtige Positionen, Aktivitäten und Forderungen der DGSP vorzustellen, haben wir „DENK-AN-STÖßE“ entwickelt.

Sie wurden im Anschluss an den DGSP-Verbandstag im September 2007 von einer Arbeitsgruppe formuliert und im erweiterten Vorstand der DGSP in Kleingruppen diskutiert und abgestimmt.

Themen der Psychiatrie sind immer komplex, weshalb wir uns für eine pointierte Form der Problemdarstellung entschieden haben. Um Akzente zu setzen, muss nicht das Selbstverständliche noch einmal wiederholt werden. Gerade bei kontrovers diskutierten Problemen wollen wir die Argumente und Bewertungen zuspitzen, um im positiven Sinne AN-STÖßIG zu sein.
Wir wünschen uns, dass Sie, liebe Leserinnen und Leser, den roten Faden aufgreifen, weiterdenken und sich vielleicht auch zur Mitarbeit in der DGSP anregen lassen. Unter dem Stichwort „TUWAS – mit der DGSP“ weisen die „DENK-AN-STÖßE“ daher auch auf konkrete Möglichkeiten zur Mitarbeit hin.
Die DGSP bietet für die Sozialpsychiatrie eine berufsübergreifende und politisch wie auch finanziell unabhängige (Diskussions-) Plattform. Die Voraussetzungen für einen offenen Meinungsaustausch sind deshalb günstig.
Die „DENK-AN-STÖßE“ können und sollen also Bewegung erzeugen:
„Psychiatrie in Bewegung“ bei Kollegen und Kolleginnen, bei Vertretern
der Leistungsanbieter, bei den Leistungsträgern, bei Psychiatrie-
Erfahrenen und Angehörigen, in der Politik und auch in der breiten
Öffentlichkeit.

Die Psychiatriereform ist längst noch nicht abgeschlossen. Sie muss ständig weiterentwickelt werden. Auch diese „DENK-AN-STÖßE“ sind nicht statisch. Sie können und sollen kontinuierlich weiterentwickelt und fortgeschrieben werden! Lassen Sie sich anstoßen: Diskutieren Sie mit, machen Sie mit.
Wir freuen uns auf Ihre Reaktion: Ihre Kritik, Ihre Anregungen, Ihre
Zustimmung …

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oder nehmen Sie Kontakt auf mit der DGSP-Geschäftsstelle. Hier erhalten Sie auch weitere Informationen zu den Aktivitäten der DGSP und ihrer Landes-verbände und Fachausschüsse, zu den DGSP-Tagungen und -Fortbildungen, zur Fach- und Mitgliederzeitschrift „Soziale Psychiatrie“, zur „Stiftung für Soziale Psychiatrie“ und zur Mitgliedschaft.

Köln, im Dezember 2008
Der Gesamtvorstand der DGSP

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